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Struts. Eine Einführung in das Java-Framework für Webanwendungen.

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Ohne ein gut durchdachter SW-Design würde auch eine Überarbeitung des Layouts einer
Applikation unweigerlich dazu führen, dass man den gesamten Code überarbeiten müsste und
nicht nur die Stellen, die für die Präsentation der Daten zuständig sind.
Viele von diesen Problemen kann man durch das Einsetzen des Struts-Frameworks lösen. Struts
ist eine leistungsfähige und frei verfügbare Model-2-Implementierung. Man erspart sich die
Mühen einer eigenen Umsetzung und kann sofort mit der eigentlichen Entwicklung seiner Web-
Applikationen beginnen. Darüber hinaus erleichtert die gute Dokumentation einem Entwickler
sich relativ schnell in das Framework einzuarbeiten.
4 Bestandteile des Frameworks Wie es bereits erwähnt wurde stellt das Struts-Framework im wesentlichen eine MVC Model 2
Implementation. Dementsprechend besteht das Framework aus drei großen Teilen:
 dem Controller,  
 dem Model und  
 der View  
4.1    Struts-Controller Der Controller ist für die logische Abfolge innerhalb einer Web-Applikation verantwortlich. Er
empfängt die HTTP-Anfragen eines Browsers und leitet diese Anfragen entweder an die Ge-
schäftslogik (das Model) oder direkt an die View-Komponente weiter. In Struts ist der Controller
durch ein Java Servlet realisiert. Die Request-Action Mapping des Controllers findet nicht im
Quell-Code, sondern in einer XML-Konfigurationsdatei (struts-config.xml) statt. Der Controller
kennt nur logischen Namen der beteiligten Komponenten, die richtigen Datei- bzw. Klassen-
Namen der JavaServer Pages und Java-Klassen müssen ihm nicht bekannt sein.
Neben der einfachen Verwendung, hat diese Art der Vorgehensweise noch weitere wichtige
Vorteile: Es verhindert, dass die Abbildungen der Request-URIs auf die Action-Klassen hart in
einer Komponente kodiert werden. Es ist also sehr leicht möglich, den Ablauf zu verändern,
wobei gerade mal eine Konfigurations-Datei verändert werden muss. Diese Eigenschaft macht
die Datei struts-config.xml zum eigentlichen Herzstück von Struts. Außerdem muss der Web-
Designer nicht mehr den ganzen Java-Code durchforsten, um den Ablauf einer Anwendung zu
verstehen und der Java-Entwickler braucht nicht mehr den Code erneut zu kompilieren, wenn er
Änderungen an der Ablaufsteuerung macht.
Die Konfigurationsdatei wird nur einmal beim Start der Webanwendung eingelesen. Daraufhin
wird eine Mapping-Tabelle erstellt, welche die Abbildungen der Ereigniss enthält. Um die
Geschwindigkeit zu erhöhen, wird die Tabelle im Arbeitsspeicher abgelegt.
4.2    Struts-Model Das Model hat im Allgemeinen zwei Aufgaben. Zum einen repräsentiert es den aktuellen Zustand
einer Applikation, zum anderen kapselt es die Geschäftslogik ab. Dies wird durch JavaBeans
verwirklicht. JavaBeans sind an sich normale Java-Klassen, die jedoch nach bestimmten Regeln
aufgebaut sind (siehe Kapitel 7.4 JavaBeans).
Die Business-Logic-Beans werden von den Action-Klassen aufgerufen und bestehen aus
diversen Methoden, in denen die Geschäftslogik zur Anwendung kommt. Es wird somit die Logik
von den Daten getrennt. Um die Daten von der Geschäftslogik verarbeiten zu lassen, müssen
diese übergeben werden. Business-Logic-Beans können nicht nur innerhalb der Web-Applikation
zur Ausführung von Geschäftslogik eingesetzt werden, sondern auch in anderen Applikationen.
Um diese Wiederverwertbarkeit zu erreichen, ist es wichtig, die JavaBeans so zu entwickeln,
dass sie keine Kenntnis davon haben, dass sie innerhalb einer Web-Applikation ausgeführt
werden. Es dürfen keine Klassen importiert werden, die spezifisch für Web-Anwendungen sind.
  
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